Wie entsteht Schwerhörigkeit?

1. Altersschwerhörigkeit
Zunehmende Hörminderung, vor allem im Hochtonbereich, durch ganz normale Alterungsprozesse in der Hörschnecke oder im Bereich der zentralen Hörbahn. Je nach Lärmbelastung des Gehörs kann dieser Prozess schon bei 30-Jährigen erkennbar sein.

2. Lärmschwerhörigkeit
Durch eine über einen längeren Zeitraum konstant laute Geräuscheinwirkung können im Bereiche des Innenohrs Hörschäden (überwiegend im Hochtonbereich) hervorgerufen werden. Im schlimmsten Fall sterben die Sinneshärchen im Innenohr ab.

3. Krankheiten
Otosklerose, Meniersche Krankheit, und Akustikus-Neurinom können auf verschiedene Weise das Hören beeinträchtigen.

4. Knall-Explosionstrauma
Ein Knall oder eine laute Explosion können das Gehör dauerhaft schädigen. Das macht sich oft erst nach 10 bis 15 Jahren bemerkbar.

5. Giftstoffe
Durch bestimmte Giftstoffe, die von Infektionserregern (z.B. Mumps, Flecktyphus) stammen, sowie durch Medikamente (z.B. Streptomycin) können das Innenohr und das Gleichgewichtsorgan geschädigt werden. Das Gehör kann sich davon erholen oder dauerhaft geschädigt werden.

6. Hörsturz
Plötzlicher, innerhalb von Stunden eintretender, meist einseitiger Hörverlust, der unterschiedlich stark ausfallen kann. Häufig sind nur bestimmte Bereiche der Hörschnecke (Hoch- oder Tieftonbereich) betroffen. Wird ein Hörsturz nicht sofort behandelt, kann das Gehör dauerhaft geschädigt bleiben. Häufig entsteht dabei auch ein Tinnitus (Ohrpfeifen).

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