Was ist Tinnitus?

Tinnitus ist ein Ohrgeräusch, das im Kopf entsteht. Der Auslöser kann ein Hörsturz, ein starkes Schalltrauma oder eine Durchblutungsstörung gewesen sein. Laut einer Statistik hat jeder zweite Tinnitus-Betroffene zugleich eine Innenohrschwerhörigkeit. Das Tinnitus-Geräusch liegt meist nur 5 bis 10 dB unter der Hörschwelle und kann eine Frequenz von 125 Hz bis 16000 Hz annehmen

Dieses Ohrgeräusch ist in ruhiger Umgebung stärker zu hören und ist in lärmbedingter Umgebung schwächer oder auch gar nicht mehr wahrzunehmen. Die Betroffenen können meist schlecht einschlafen und die Konzentration nimmt oft beträchtlich ab. Meist lässt dieses lästige Geräusch ohne Behandlung im Laufe der Zeit etwas nach.

Behandlungsmöglichkeiten 

  1. Durchblutungsfördende Mittel, Infusionen
  2. Behandlung in der Druckkammer
  3. Psychologische Unterstützung
  4. Akupunktur
  5. Hörgeräte (Masker oder Noiser)

Erfolgversprechend dürfte hier die Infusion und die Anpassung eines Noisers oder Maskers sein. Über die anderen Methoden können wir keine Bewertung abgeben.

Hörgeräte mit Noiser oder Masker

Es werden von namhaften Herstellern digitale Geräte angeboten, die sich über Computerprogramme sehr genau an den Tinnitus anpassen lassen. Für Personen, bei denen gleichzeitig ein Hörgerät zum Ausgleich einer Schwerhörigkeit notwendig ist, gibt es Kombigeräte, die ein Rauschen abgeben und auch das mangelnde Hörvermögen ausgleichen.

Dieses Rauschen wird in der Regel 5 dB unter dem Tinnitus eingestellt und bewirkt einen sofortigen Erfolg: Das Pfeifen ist weg! Das Gehirn erkennt einen fremden lästigen Ton vom Hörgerät und drückt damit automatisch auch den eigenen Ton mit weg.

Wird dann vor dem Schlafengehen das Gerät abgenommen, ist natürlich dieser Ton wieder zu hören. Man geht aber davon aus, dass schon nach einem halben Jahr eine 50-prozentige Besserung zu erwarten ist. Aus unserer Erfahrung genügt bei vorliegender indizierter Schwerhörigkeit die Anpassung eines normalen Hörgerätes, das schon genügend Maskierung erreicht und keine Nebenerscheinungen hat.

Klinische Studien

1998 wurde eine zweijährige Studie zum Vergleich verschiedener Tinnitus-Therapien durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie der Tinnitus-Forschungsgruppe Bad Meinberg kamen die Tinnitus-Control-Instruments (TCI) umfassend zum Einsatz. Die Ergebnisse bestätigten die hohen Erwartungen:

  • Insgesamt gaben 70 % der Patienten an, dass sich der Zustand verbessert habe (bei TCI Teilnehmern waren es 90 %).
  • 76 % der Teilnehmer gaben an, ihr Tinnitus sei kleiner geworden.
  • 91 % der Träger beurteilten das Gerät als wichtigen Faktor, neben Information und Aufklärung.
  • Bei 3 % der Patienten war der Tinnitus völlig verschwunden.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste.
Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Weitere Informationen und Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen