Aufbau Ohr

Das Ohr ist eines der wichtigsten Sinnensorgane. Meistens nimmt man nur die Ohrmuschel wahr. Aber das Faszinierende liegt eigentlich dahinter, das Mittelohr und das Innenohr. Im Mittelohr befinden sich u.a. die bekannten Gehörknöchelchen (Hammer, Ambos und Steigbügel) sowie das Trommelfell.

Ist der Bereich geschädigt, nennt man das Schallleitungs- oder Mittelohrschaden. Im Innenohr befindet sich auch die Hörschnecke, hier werden die mechanischen Impulse in elektrischen Impulsen über die Nervenbahnen zum Gehirn weitergeleitet.

Die Hörschnecke hat übrigens nur die Größe einer Erbse!

In der Hörschnecke sitzen rund 20.000 Härchen. Durch die Wellenbewegung werden sie wie Gras im Wind bewegt. Da diese Härchen Sinneshärchen sind, geben sie elektrische Impulse ins Nervensystem ab. Im Gehirn treffen die Impulse beider Ohren zusammen und werden interpretiert. So wird aus der „Schallwelle“ eine verwertbare Information.

Wer diese Funktionsweise kennt, kann sich vorstellen, was passiert, wenn über längere Zeit großer Lärm auf das Ohr einwirkt. Die Schallwellen treffen auf das Trommelfell mit großem Druck. Dieser Druck wird weitergeleitet und lässt die Flüssigkeit der Hörschnecke wie ein Orkan über die empfindlichen Sinneshärchen wüten. Durch diesen „Sturm“ sterben sie ab und können nicht wiederhergestellt werden. Die Haarzellen unterliegen zusätzlich auch einem natürlichem Alterungsprozess. Durch die ständige Bewegung lassen sie in ihrer Funktion langsam nach. Einen Schaden in diesem Bereich nennt man Innenohr- oder Schallempfindungsschaden.

Besonderheit bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit (Innenohr):
Oft ist bei dieser Art von Schwerhörigkeit eine erhöhte Lautstärkeempfindlichkeit (Hyperacusis) zu beobachten. Eigentlich ein Widerspruch.

Es folgt eine einfach beschriebene Erklärung: Eine bestimmt Art von Sinneshärchen ist für die Verstärkung von leisen Tönen zuständig. Das gleiche Sinneshärchen hat aber auch die Aufgabe laute Töne zu dämpfen! Ist dieses Sinneshärchen nicht mehr vorhanden, dann hört man eben die leisen Töne nicht mehr und die lauten Töne werden nicht mehr gedämpft, es ist also zu laut.

 

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